Natürlich erst nach dem Kaffee am Morgen ging es dann flott Richtung Varshets. Varshets liegt, wie Belogradschik, im westlichen Teil Bulgariens und ist für uns bis jetzt ein weißer Fleck gewesen. 

Die Stadt ist bekannt für ihr sehr gutes Mineralwasser und besticht mit ihren Thermalquellen und einigen SPA Hotels. Der empfohlene Stellplatz von Katja war ruhig, allerdings ohne Schatten, so dass wir die Zeit bis zum Treffen mit der Stellplatzsuche überbrückt haben. Die Suche dauerte gar nicht lange und wie es der Zufall so will, stand dort ein weißer Transporter mit seinem netten Besitzer. Sein Name war Dimi, ein Musikant und ein weltoffener, sehr sympathischer Mann aus Veliko Turnovo, der uns über ein Musikfestival in Chiprovtsi erzählte. Dimi erinnerte uns durch sein Aussehen und seine offene herzige Art sehr an unseren lieben David und wir freuten uns sehr, dass sich unsere Wege gekreuzt haben. Mal schauen, ob wir uns wieder sehen.

Im Anschluss trafen wir uns mit Katja in einem Café und später kam ihre Freundin Kami dazu und die beiden fuhren mit uns zu dem Frauenkloster „Klissurski Manastir“. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war klar, dass die gemeinsame Zeit mit Katja und Kami einem Selfie Marathon gleich kommen wird 😂. Die beiden können keine Situation auslassen, um Selfies zu machen. Wir kamen also in den Genuss, dass wir in kurzer Zeit so viele Fotos von uns hatten, wie noch nie. Als der Rutzel erwähnte, dass er noch nie so viel fotografiert wurde, mussten die beiden lachen, denn ihre Sessions dauern manchmal 2-3 Stunden. Und wenn es nur an einem Heuballen ist 😁. Gott sei Dank ging es mit uns ein wenig schneller. Da haben wir aber noch mal Glück gehabt. 

Am Abend haben wir dann noch im Fluss Botunya ein erfrischendes Bad eingenommen und uns im Anschluss mit den beiden in einem Grillrestaurant mit bulgarischen Besitzer, aber mit Köchen und Bedienungen aus Serbien, getroffen. Und siehe da, hier haben wir ein sehr leckeres serbisches Pljeskavica bekommen, mit tollen frischen Pommes mit Schafskäse on top und einem fantastischen Shopska Salat. Igendwie verkehrte Welt.

Am nächsten Tag sind wir dann noch zu einer verlassenen Hütte gewandert. Der Hin- und Rückweg inklusive Frühstückspause waren am Ende fast 4 Stunden. Schön verschwitzt sind wir dann bei Katja und ihrer Mama angekommen. Dort durften wir eine herrliche Dusche einnehmen. Aber den besten Teil hat ihre herzliche Mama präsentiert. Sie hat uns mit selbst gemachten Mekizi (goldbraun ausgebackene Teigfladen), homemade Schafskäse, homemade Marmelade und einem homemade Joghurt aus Schafsmilch mit 20% Fett 😋! verwöhnt und obendrauf hat sie  doch tatsächlich noch unsere ganze Wäsche für uns gewaschen und zusammengelegt💚💚💚.

Katja schlug uns im Anschluss vor nach Wraza zu fahren und dort in einem bekannten Restaurant Namens Chaika (Möwe) mit schöner Kulisse essen zu gehen. Sie schwärmte so von der Region, dass wir beschlossen, gleich mit unserem Rutzel Mobil hinzufahren und uns die Region in Ruhe anzuschauen. Am Ende sollte es eine sehr gute Entscheidung gewesen sein. Mehr dann dazu im nächsten Post.