Gut gelaunt fuhren wir mit unseren drei Andenken aus Grottaglie Richtung Küste. Unser Ziel sollte das Dörfchen Torre Lapillo sein. Hier hatten wir zwei potentielle Unterkünfte im Auge. Ein Apartment im Zentrum oder ein Hotel direkt am Strand, aber dafür etwas abseits vom Zentrum. Aufgrund der Lage war klar, dass wir uns zuerst das Hotel anschauen. Nachdem wir das Zimmer mit Meerblick gesehen haben war klar, dass wir mit dieser Aussicht von dem großen Balkon und bei einem Preis von 83 Euro für zwei Nächte! inklusive Frühstück, kein Apartment mehr anschauen werden. Man muss auch dazu sagen, dass hier zu dieser Jahreszeit ordentlich tote Hose ist. Insgesamt waren zwei Zimmer im Hotel belegt, aber im Hochsommer mit 400 Euro pro Nacht ist es bestimmt ausgebucht 🙈. Der große Vorteil an der Lage war, dass es nur 2 Minuten fußläufig zu einem sehr beliebten Fischrestaurant ist und ein guter Ausgangspunkt für den Nationalpark Riserva Nationale Salina Monaci, in dem es unter anderem Flamingos geben sollte.

Nun wollten wir aber unbedingt einmal ins Meer hüpfen 🥶. An einer Stelle sah das Wasser so aus, als ob da eine warme Strömung rein fließen würde. Und tatsächlich war das Wasser nicht so eiskalt wie sonst. Also nix wie rein, ein paar Runden schwimmen und wieder raus. Die kalte Taufe bestanden und nicht erfroren 😃.

Zum Abendessen sind wir natürlich zu dem hochgepriesenen Fischrestaurant, das Essen war wirklich sehr lecker, aber was uns wirklich auch hier irritiert hat, war das Einweggeschirr. Und in diesem Bezug möchten wir noch kurz ausholen. Wir haben es überhaupt nicht verstanden, dass Italien vor einigen Jahren die Plastiktüten in den Geschäften verboten hat, wir aber leider feststellen durften, dass es das Wasser zum Kaffee immer in Plastikbechern serviert wird. Wo ist der Sinn, liebe Italiener?

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück zu einem Parkplatz, der sich circa 5 km vom Parkeingang befindet, und wir liefen von dort aus an der Küste entlang und durften die Ruhe, die wunderbare Aussicht und die herrlichen Farben des Meeres genießen. Im Nationalpark angekommen konnten wir es kaum fassen, dass wir tatsächlich sechs Flamingos in einer leider doch etwas größeren Entfernung erblicken durften. Es waren wohl die ersten Rückkehrer dieses Jahres. Am Ende des Parks hatten wir schon beim vorbeifahren ein nettes Café gesehen, wo wir eine kurze Pause gemacht haben, bevor wir den Rückweg angetreten haben. Und weil wir es hier so schön fanden, fuhren wir am Abend noch einmal hin und haben uns einen Hugo und Panini gegönnt. Danach wollten wir noch einmal nach den Flamingos schauen, aber die Mückenschwärme haben das verhindert, sodass wir an den Strand fliehen mussten. Dort konnten wir zur Entschädigung einen herrlichen Sonnenuntergang genießen. 

Insgesamt sind wir an diesem Tag 15 km zu Fuß unterwegs gewesen und hatten eigentlich gar keine Lust am nächsten Tag wieder zurück nach Brindisi zu fahren, um unser Auto abzugeben. Aber da bei der Ankunft das Wetter in Brindisi nicht ganz so gut war, erhoffen wir uns dort einen schönen, sonnigen Abschlusstag zu erleben.