Von Vila Nova de Milfontes fahren wir weiter in den Süden und zwar nach Lagos. Die Stadt wird als eine der schönsten Städte der Algarve angepriesen.

Nach ca. 2 Stunden Fahrt kommen wir in Lagos an und machen uns wieder auf der Suche nach einer Bleibe für die nächsten 2-3 Tage. Die erste Unterkunft, die wir uns vorgemerkt hatten, liegt mitten in der Altstadt, wo es schwierig ist einen Parkplatz zu finden. Und nachdem wir weder eine Klingel, noch eine Telefonnummer gefunden haben, geben wir auf und fahren zu der 2. Option.

Und das ist genau etwas für uns. Wir buchen uns ein Zimmer im Carvi Beach Hotel an der Praia Dona Ana, inklusive Frühstück bei einem tollen Blick aufs Meer. Das Zimmer ist schön hell und wir könnten uns sogar auf der Terrasse sonnen, aber der Regen, der immer und wieder die Sonne weg schiebt, macht uns einen Strich durch die Rechnung. Aber wir sind sowieso nicht zum faulenzen hier 😉. Vom Balkon aus sehen wir einen langen Holzsteg, der im grünen verschwindet und wir entscheiden uns einen kleinen Spaziergang zu machen. Bewaffnet mit zwei Regenschirmen laufen wir los und stellen bald fest, dass dieser Holzsteg sehr sehr lang ist. Aus dem kleinen Spaziergang wird eine ziemlich lange Wanderung an der steilen und zerklüfteten Küste entlang, bis zu der atemberaubenden Ponta da Piedade, wo der Wind und die Wellen die Felsen geformt haben.

Das Wetter meint es gut mit uns und die Sonne zeigt sich wieder. Und dann wird es sofort sehr warm. Also, Jacke ausziehen. Kurz danach kommt Wind und ein paar kleine Wolken schieben sich vor die Sonne, es wird gleich wieder frisch. Also, Jacke wieder an. So sehen die nächsten 3 Stunden aus, aber bei dieser schönen Natur vergisst man solche „Hindernisse“. Und weil es so schön ist, laufen wir weiter bis nach Praia de Porto Mós, wo wir bei einem Bier die Surfer*innen im Wasser beobachten 🥶.

So dick könnte unser Neopren Anzug gar nicht sein, damit wir uns ins Wasser gesellen. Aber es macht eine Menge Spaß den Wellenreitern zuzuschauen. Gefühlt sind auch alle mit einem Bus oder Wohnmobil hier. 80% aus Deutschland, ein paar Holländer, Belgier, Engländer, Polen und sogar aus Schweden. Ja, das Leben kann so entspannt, entschleunigt, simple und erfüllend sein. Einfach den Bus packen und los geht es. Und wenn man das Busleben satt hat, dann kann man sich eine schöne Unterkunft nehmen und sich den „Luxus“ gönnen.

Es fängt wieder ein bisschen an zu nieseln und wir machen uns auf der Rückweg und gönnen uns später einer der leckersten Pizza in einer Garage.

Es ist schön durch die schmalen und verwinkelten Gassen von Lagos zu schlendern, die tollen Graffiti zu bestaunen und einfach die Zeit zu genießen.